Niederlande

3 Mädels - 1 Auto - Mehrere Ziele

Gut gelaunt und voller Tatendrang ging unsere Reise am Samstagmorgen los. Unser Ziel war die Niederlande.
An Feiertagen und in den Sommerferien sind unsere Straßen immer voller "NL"-Nummernschilder. Unsere Nachbarn lieben angeblich unsere hügelige Landschaft; und nutzen jedes lange Wochenende um zu uns zu kommen. Doch wie oft waren wir eigentlich schon dort? Ich persönlich erst ein einziges Mal. Schade eigentlich, denn die Niederlande hat wirklich viel zu bieten - wie sich an diesem Wochenende herausstellte.
Über airbnb hatten wir eine Unterkunft gemietet. Da wir dort aber erst gegen 15 Uhr einchecken konnte, ging es vorher in die Tulpenfelder. Leute, ich sag's euch: EIN TRAUM!!! Vor allem wegen dieser Tulpen wollten wir überhaupt nach Holland. Inspieriert wurden wir durch Instagram. Dort herrscht momentan ein regelrechter Hype. Jeder möchte ein Bild von sich im Tulpenmeer. Genau so wie wir ☺ Wie der Ort, wo wir waren, genau hieß, kann ich euch leider nicht sagen, denn wir sind einfach los gefahren und haben irgendwann angehalten. Doch einer DER Spots ist "Keukenhof".

Als wir dort fertig waren, kam die Frage auf "Was nun?". Eine meiner Freundinnen machte den Vorschlag ans Meer zu fahren. Gesagt, getan. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde waren wir dort angekommen. Wir parkten unser Auto, und es sah so aus, als sei das Meer sofort hinter den Dünen. Dass dem nicht so war merkten wir schnell, denn selbst nach 20 Minuten Fußmarsch war noch immer kein Meer in Sicht. Das störte uns aber nicht weiter, denn wenn man, so wie wir drei, im Büro arbeitet, ist man froh, wenn man mal rauskommt bzw. draußen ist. Außerdem wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Hätte man nicht gewusst, dass man in Holland ist, hätte man meinen können, man sei in Fuerteventura. Überall Sand und Sträucher, wie man sie sonst nur in warmen Ländern kennt. Nach circa 40 Minuten waren wir dann angekommen. Natürlich ging es erst mal sofort ins Wasser. Meeresluft macht hungrig. Also aßen wir eine Kleinigkeit in einem der drei Strandrestaurants. Nachdem wir gestärkt waren, ging es zurück zum Auto, ab zur Unterkunft. Dort angekommen ruhten wir uns kurz aus, machten uns fertig für den Abend und fuhren nach Amsterdam.


Die Begegnug mit der Dame für gewisse Dienste

Amerstdam ist nicht nur für seine Bitterballen (das sind Kroketten, gefüllt mit einer Fleischfüllung) und Drogen bekannt, sondern auch für das Red Light District. Da eine meiner Freundinnen noch nie dort war, ging es zur berühmt berücktigten Straße. Das muss man, genau wie die Reeperbahn in Hamburg, mal gesehen haben. Auch wenn nur von außen. ☺ Diesen Ort, mit all seinen bunten Lichtern, wollte meine andere Freundin auf Bild festhalten. Plötzlich klopfte es. Wir hatten uns im ersten Moment nichts dabei gedacht. Wir dachten eine der naja, wie soll ich sagen ... Damen? hätte einen attraktiven Mann gesehen, den sie auf sich aufmerksam machen wollte. Doch nein, das Klopfen galt uns. Eine Tür wurde geöffnet und raus kam eine wutenbrannte Frau. "NO PICTURE!! NO CAMERA!! NO PICTURE!!" Nun standen wir ungewollt im Mittelpunkt und jeder Passant, der dies mitbekommen hatte, guckte uns an. Meine Freundin versuchte sich zu erklären, dass sie doch nur ein Foto von den Lichtern machen wollte, doch die Dame war nicht mehr zu bremsen. Wir sollen die Kamera sofort wegpacken, ihre Kolleginnen von der anderen Straßenseite seien bestimmt auf dem Bild zu sehen, was uns denn überhaupt einfallen würde und so weiter. Irgendwann schließte sich wieder die Tür und sie ging ihrer Arbeit nach. Auf den Schock brauchten wir erst einmal etwas zu essen. Dazu gibt es dort unzählige Möglichkeiten: Sushi, Pizza, Hünchen, Waffeln, Baguettes - alles was das Herz begehrt. Irgendwann waren wir müde und fuhren nach Hause.
Nachdem wir die Koffer gepackt hatten ging es wieder zurück nach Belgien, genauer gesagt nach Antwerpen. Wir gingen eine Burg besichtigen und anschließend ins Zentrum. Dort war ein Markt. Wir hatten Glück, denn eine der Standbesitzerinnen meinte, dieser fände nur einmal im Monat statt. Dort gab es soo schöne Sachen! Dinge, die man bei uns gar nicht findet. Natürlich mussten (ja: MUSSTEN! :D) wir alle drei etwas kaufen.
(Hier ↓ seht ihr meine zwei Eroberungen: eine Flamingotasche und eine Brille wie aus früheren Zeiten)

So schön das Wetter an dem Wochenende auch war, und so sehr ich die Sonne auch genoss, ich hatte leider zu viel davon abbekommen, und einen Sonnenstich. Leider mussten wir uns etwas früher als gedacht auf den Heimweg machen. Doch wie sagt man "Wenn es am schönsten ist, sollte man nach Hause gehen".
Und das war das ganze Wochenende wirklich: schön. Wir hatten es echt gut und eine tolle Zeit zusammen. Und nein, bei drei ist nicht immer unbedingt einer zu viel :-)